Projekt- & Kunstraum


Das Programm verbindet klassische Aufgaben der akademischen Zeichnung mit der Analyse moderner visueller Erfahrungen, einschließlich Bildfragmentierung, dem Einfluss des „digitalen Sehens“ und der Arbeit mit instabilen Formen.
Zeichnung. Die Architektur des Blattes und die Plastizität des Bildes.
Kursdauer: 4 Module (24 Unterrichtseinheiten) Jedes Modul umfasst 6 Lerneinheiten:
Thematische Sitzungen (4 Einheiten): Analyse der Schlüsselkategorien.
Freies Thema (1 Einheit): Das Thema wird auf Wunsch der Studierenden festgelegt und innerhalb der Gruppe ausgelost.
Projektarbeit (1 Einheit): Entwicklung und Durchführung eines individuellen grafischen Projekts.
Unterrichtsformat: 4 akademische Stunden.
Theoretischer Block (≈30 Min.): Analyse von Meistern (von der Klassik bis zur Moderne) und zeitgenössischen Autoren.
Praktischer Block (≈3 Std.): Intensive Arbeit an der Aufgabe. Individuelle Korrekturen und Fehleranalyse im Prozess.
Abschluss: Besprechung der entstandenen Arbeiten.
Anforderungsniveau
Der Kurs richtet sich an Anfänger sowie an praktizierende Künstler, Designer und Architekten, die ihre Arbeit mit der Zeichnung systematisieren oder auffrischen möchten. Eine formale akademische Vorbildung ist nicht erforderlich. Wichtig ist die Bereitschaft zur regelmäßigen Praxis, zur aufmerksamen Arbeit nach der Natur und zur kritischen Analyse der eigenen Werke.
Das Programm verbindet klassische Aufgaben der akademischen Zeichnung mit der Analyse moderner visueller Erfahrungen, einschließlich Bildfragmentierung, dem Einfluss des „digitalen Sehens“ und der Arbeit mit instabilen Formen. Die Ausbildung baut auf den Grundlagen von Fläche und Tiefe auf und führt zu komplexeren Interaktionen zwischen Objekt, Raum und Figur (Interieur, Landschaft, Reflexionen, Perspektive und Vielschichtigkeit). Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der Bildstruktur und der bewussten Wahl der Methode.
Nach Abschluss des Kurses beherrschen die Studierenden die grundlegenden Werkzeuge der Analyse und des Bildaufbaus. Sie sind in der Lage, bewusst mit der Blattkomposition, Form und Raum umzugehen, Methoden aufgabenbezogen zu wählen und ein individuelles grafisches Projekt zu entwickeln. Das Ergebnis ist ein zusammenhängendes Korpus an Arbeiten sowie ein Einzelprojekt, das bei einer Abschlusspräsentation und Ausstellung gezeigt wird.
Benötigte Materialien
Für den Start benötigen Sie:
Papier in verschiedenen Formaten (A3 bis A2) und unterschiedlichen Grammaturen.
Graphitstifte (verschiedene Härtegrade), Kohle, Tusche/Pinsel.
Radiergummi, Cuttermesser, Malerkrepp.
1. MODUL: Fläche und Tiefe
Untersuchung, wie ein zweidimensionales Blatt zum Raum wird.
Linie und Fleck. Einfaches Stillleben. Fokus auf grafisches Gewicht und Massenbalance. Suche nach einer ausdrucksstarken Silhouette durch sparsame Mittel.
Negativform und Überlagerung. Interieurdetails. Arbeit mit dem Negative Space. Wie Pausen zwischen Objekten die Blattstruktur formen.
Tonskala. Abendlandschaft (Farbe und Licht). Wiedergabe von Lichtverhältnissen durch eng beieinander liegende Tonwerte. Atmosphäre der Umgebung.
Silhouette und Struktur. Die Figur als Teil des Raumes. Einbettung der Körperplastik in die Architektur der Umgebung. Interaktion von weicher Form und harter Geometrie.
2. MODUL: Objekt und Umgebung
Interaktion des Objekts mit optischen Effekten und Texturen.
Volumen und Silhouette. Blumen am Fenster. Arbeit mit Gegenlicht. Untersuchung, wie Licht die Kanten der Form „auflöst“ und die Wahrnehmung von Volumen verändert.
Vielschichtigkeit und Reflexionen. Schaufenster (Schattierungstechniken). Kombination mehrerer Ebenen auf einer Fläche: was hinter dem Glas ist und was sich auf der Oberfläche befindet.
Perspektive und Akzente. Psychologisches Interieur. Dramaturgie des Raumes. Wie der Blickwinkel (Aufsicht/Untersicht) das emotionale Gewicht des Innenraums verändert.
Kontrast der Texturen. Figur und Spiegel (Textur und Details). Gegenüberstellung der Materialität des Körpers und der Illusionskraft seiner Reflexion. Arbeit mit verschiedenen grafischen Duktus-Arten.
3. MODUL: Komposition: Konstruktion und Dekonstruktion
Analyse und Zusammenbau des künstlerischen Bildes.
Dynamik und Ruhe. Grundlagen der Komposition. Steuerung der Zuschaueraufmerksamkeit. Suche nach Bewegungsvektoren und Stabilitätspunkten im Blatt.
Hierarchie der Flecken. Porträt (Haupt- und Nebensächliches). Selektion und Abstraktion. Wie man Charakter durch ein Detail hervorhebt und den Rest als Andeutung belässt.
Geometrie der Massen. Zerlegung der Form (Figur und Raum). Analytische Zerlegung der Natur auf der Fläche und konstruktive Knotenpunkte. Synthese von Figur und Hintergrund.
Rhythmisches Ensemble. Mehrfigurenkomposition. Organisation eines komplexen Rhythmus. Verbindung einzelner Figuren zu einer plastischen und inhaltlichen Einheit.
4. MODUL: Jenseits der Form: Das instabile Bild
Vom Ergebnis der Beobachtung zur künstlerischen Entscheidung.
Digitales Sehen und „Realitätsfehler“. Zeichnen nach Fragmenten, Anschnitt, Zoom, weiche Kanten. Fokusverschiebung, Überbelichtung, Absinken in den Schatten, Rauschen.
Einfluss von Algorithmen und Mustern. Analyse visueller Klischees und repetitiver Kompositionsschemata – und deren Dekonstruktion.
Instabilität der Form (Bild als Prozess). Der Körper als verletzliches und veränderliches Objekt. Umgebungsdruck oder Nebeneffekt des Raumes. Diskrepanz zwischen Körpergefühl und sichtbarer Form. Zerfall, Unabgeschlossenheit, Arbeit mit der „Fast-Form“.
Zeichnung als Statement. Der Moment der künstlerischen Wahl. Das Recht auf die Geste, den Fehler, die „ineffiziente“ Entscheidung innerhalb der Methode.
Design & Medien
Das Programm verbindet klassische Aufgaben der akademischen Zeichnung mit der Analyse moderner visueller Erfahrungen, einschließlich Bildfragmentierung, dem Einfluss des „digitalen Sehens“ und der Arbeit mit instabilen Formen.
Zeichnung. Die Architektur des Blattes und die Plastizität des Bildes.
Kursdauer: 4 Module (24 Unterrichtseinheiten) Jedes Modul umfasst 6 Lerneinheiten:
Thematische Sitzungen (4 Einheiten): Analyse der Schlüsselkategorien.
Freies Thema (1 Einheit): Das Thema wird auf Wunsch der Studierenden festgelegt und innerhalb der Gruppe ausgelost.
Projektarbeit (1 Einheit): Entwicklung und Durchführung eines individuellen grafischen Projekts.
Unterrichtsformat: 4 akademische Stunden.
Theoretischer Block (≈30 Min.): Analyse von Meistern (von der Klassik bis zur Moderne) und zeitgenössischen Autoren.
Praktischer Block (≈3 Std.): Intensive Arbeit an der Aufgabe. Individuelle Korrekturen und Fehleranalyse im Prozess.
Abschluss: Besprechung der entstandenen Arbeiten.
Anforderungsniveau
Der Kurs richtet sich an Anfänger sowie an praktizierende Künstler, Designer und Architekten, die ihre Arbeit mit der Zeichnung systematisieren oder auffrischen möchten. Eine formale akademische Vorbildung ist nicht erforderlich. Wichtig ist die Bereitschaft zur regelmäßigen Praxis, zur aufmerksamen Arbeit nach der Natur und zur kritischen Analyse der eigenen Werke.
Das Programm verbindet klassische Aufgaben der akademischen Zeichnung mit der Analyse moderner visueller Erfahrungen, einschließlich Bildfragmentierung, dem Einfluss des „digitalen Sehens“ und der Arbeit mit instabilen Formen. Die Ausbildung baut auf den Grundlagen von Fläche und Tiefe auf und führt zu komplexeren Interaktionen zwischen Objekt, Raum und Figur (Interieur, Landschaft, Reflexionen, Perspektive und Vielschichtigkeit). Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der Bildstruktur und der bewussten Wahl der Methode.
Nach Abschluss des Kurses beherrschen die Studierenden die grundlegenden Werkzeuge der Analyse und des Bildaufbaus. Sie sind in der Lage, bewusst mit der Blattkomposition, Form und Raum umzugehen, Methoden aufgabenbezogen zu wählen und ein individuelles grafisches Projekt zu entwickeln. Das Ergebnis ist ein zusammenhängendes Korpus an Arbeiten sowie ein Einzelprojekt, das bei einer Abschlusspräsentation und Ausstellung gezeigt wird.
Benötigte Materialien
Für den Start benötigen Sie:
Papier in verschiedenen Formaten (A3 bis A2) und unterschiedlichen Grammaturen.
Graphitstifte (verschiedene Härtegrade), Kohle, Tusche/Pinsel.
Radiergummi, Cuttermesser, Malerkrepp.
1. MODUL: Fläche und Tiefe
Untersuchung, wie ein zweidimensionales Blatt zum Raum wird.
Linie und Fleck. Einfaches Stillleben. Fokus auf grafisches Gewicht und Massenbalance. Suche nach einer ausdrucksstarken Silhouette durch sparsame Mittel.
Negativform und Überlagerung. Interieurdetails. Arbeit mit dem Negative Space. Wie Pausen zwischen Objekten die Blattstruktur formen.
Tonskala. Abendlandschaft (Farbe und Licht). Wiedergabe von Lichtverhältnissen durch eng beieinander liegende Tonwerte. Atmosphäre der Umgebung.
Silhouette und Struktur. Die Figur als Teil des Raumes. Einbettung der Körperplastik in die Architektur der Umgebung. Interaktion von weicher Form und harter Geometrie.
2. MODUL: Objekt und Umgebung
Interaktion des Objekts mit optischen Effekten und Texturen.
Volumen und Silhouette. Blumen am Fenster. Arbeit mit Gegenlicht. Untersuchung, wie Licht die Kanten der Form „auflöst“ und die Wahrnehmung von Volumen verändert.
Vielschichtigkeit und Reflexionen. Schaufenster (Schattierungstechniken). Kombination mehrerer Ebenen auf einer Fläche: was hinter dem Glas ist und was sich auf der Oberfläche befindet.
Perspektive und Akzente. Psychologisches Interieur. Dramaturgie des Raumes. Wie der Blickwinkel (Aufsicht/Untersicht) das emotionale Gewicht des Innenraums verändert.
Kontrast der Texturen. Figur und Spiegel (Textur und Details). Gegenüberstellung der Materialität des Körpers und der Illusionskraft seiner Reflexion. Arbeit mit verschiedenen grafischen Duktus-Arten.
3. MODUL: Komposition: Konstruktion und Dekonstruktion
Analyse und Zusammenbau des künstlerischen Bildes.
Dynamik und Ruhe. Grundlagen der Komposition. Steuerung der Zuschaueraufmerksamkeit. Suche nach Bewegungsvektoren und Stabilitätspunkten im Blatt.
Hierarchie der Flecken. Porträt (Haupt- und Nebensächliches). Selektion und Abstraktion. Wie man Charakter durch ein Detail hervorhebt und den Rest als Andeutung belässt.
Geometrie der Massen. Zerlegung der Form (Figur und Raum). Analytische Zerlegung der Natur auf der Fläche und konstruktive Knotenpunkte. Synthese von Figur und Hintergrund.
Rhythmisches Ensemble. Mehrfigurenkomposition. Organisation eines komplexen Rhythmus. Verbindung einzelner Figuren zu einer plastischen und inhaltlichen Einheit.
4. MODUL: Jenseits der Form: Das instabile Bild
Vom Ergebnis der Beobachtung zur künstlerischen Entscheidung.
Digitales Sehen und „Realitätsfehler“. Zeichnen nach Fragmenten, Anschnitt, Zoom, weiche Kanten. Fokusverschiebung, Überbelichtung, Absinken in den Schatten, Rauschen.
Einfluss von Algorithmen und Mustern. Analyse visueller Klischees und repetitiver Kompositionsschemata – und deren Dekonstruktion.
Instabilität der Form (Bild als Prozess). Der Körper als verletzliches und veränderliches Objekt. Umgebungsdruck oder Nebeneffekt des Raumes. Diskrepanz zwischen Körpergefühl und sichtbarer Form. Zerfall, Unabgeschlossenheit, Arbeit mit der „Fast-Form“.
Zeichnung als Statement. Der Moment der künstlerischen Wahl. Das Recht auf die Geste, den Fehler, die „ineffiziente“ Entscheidung innerhalb der Methode.